Montag, 31. Dezember 2012

Lob aus aller Welt

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«

Deutschland


»Das vorliegende Buch und die darin entwickelte Idee eines Gradido empfinde ich als ein großes Geschenk. Besonders in Zeiten sich zuspitzender Krisen des herrschenden Geldsystems bedarf es grundsätzlicher Neuorientierungen. Das Konzept des Gradido vereinigt in sich auf eindrucksvolle Weise Aspekte alternativer Geldsysteme, bedingungslosen Grundeinkommens sowie von Wirtschaften im Einklang mit Mensch und Natur. Es enthält auch konkrete Vorschläge für einen allmählichen Übergang in ein zukunftsfähiges System, das dem erforderlichen Bewusstseinswandel genügend Zeit einräumt.

Ich wünsche diesem Buch eine weite Verbreitung, der Idee eine zunehmende Unterstützung und Realisierung – und den daran Mitwirkenden eine Offenheit für sinnvolle Weiterentwicklungen. Die Idee scheint mir getragen zu sein von einem tiefen Mitempfinden mit allem Lebendigen, und nur auf dieser Grundlage scheint mir langfristig die Wiederherstellung der schon weitgehend zerstörten Lebensgrundlagen möglich zu sein.«

 – Prof. Dr. em. Bernd Senf, Berlin


Niederlande


»In dieser von unzähligen Herausforderungen bedrängten Welt ist die Natürliche Ökonomie des Lebens die Vision für eine nachhaltige Zukunft: eine Menschheit, in Harmonie mit den evolutionären Kräften der Natur. Die Prinzipien dieser neuen Wirtschaft und der Währung Gradido sind zutiefst transformierend und dennoch für jeden einfach zu verstehen. Die natürliche Ökonomie des Lebens zeigt einen Weg, um die vielen Blockaden zu beseitigen, mit denen die heutige Wirtschaft weltweit konfrontiert ist. Sie führt die Menschheit in eine neue natürlichere, gerechtere und friedlichere Gesellschaft. Dieses Buch spricht zu unserer Vorstellungskraft. Es ist ein Naturgesetz: was wir uns vorstellen können, können wir erschaffen und was wir erschaffen können, wird unsere neue Wirklichkeit. Die evolutionäre Denkweise in diesem wunderbaren Buch wirkt wie ein Katalysator für die Vorstellung und die Schaffung neuer Wasser-Resourcen, Boden-Regeneration, Nahrungsmittelproduktion und Energietechnologien auf der Grundlage vertiefter Erkenntnisse über die Arbeitsweise der Natur.«
– Kees Hoogendijk
Unternehmer und Entwickler von Technologien in Harmonie mit der Natur


Neuseeland


»Gradido ist ein Werkzeug für eine Phasenverschiebung menschlicher Werte und Kultur, die unverzichtbar ist, um eine drohende Phasenverschiebung der lebenserhaltenden Kapazität der Ökosysteme zu verhindern. Gradido ist ein Katalysator um Netzwerke gegenseitigen Vertrauens zu schaffen, Menschen zu verbinden, kooperative Gemeinschaften zu pflegen und die ökologischen Prozesse wieder zu beleben. Es ist die Grundlage für tragfähige und belastbare Kulturen, die auf dem Ökosystem gründen.

Bernd Hückstädt entwickelte Gradido mit der Empathie eines Komponisten und der Präzision eines Mathematikers.  Ein Aktives Grundeinkommen bringt kulturelle Erneuerung. Frei fließende Gradidos entstehen, wenn Menschen ihre vielfältigen Fähigkeiten einbringen in die vereinbarten Prioritäten auf lokaler, bioregionaler oder globaler Ebene. Die Prioritäten gründen auf gemeinsamen WERTEN von Fürsorge, Großzügigkeit, Verantwortung, Zusammenarbeit und die Wiederherstellung lebenserhaltender Kapazitäten.
Wenden Sie Gradido in Ihrer Region an, bilden Sie Netzwerke für eine ganzheitliche Kultur von Menschen, die in Harmonie miteinander und mit der Natur leben!«
– Helle Janssen
Ecosystem Scientist, Neuseeland


Russland


Um sein Denken und Handeln zu verändern braucht man eine moralische Begründung, die dem Leser in einer buchstäblich kohärenten Weise angeboten wird. Bernd Hückstädt hat das Gemeinwohl in einem kompromisslosen und monumentalen Maßstab in Szene gesetzt. Es soll weltweit funktionieren, für uns alle und nach unserem freien Willen. Wagen Sie, solch guten Absichten eine echte Chance zu geben? Noch nicht? Nun gut! Aber bitte geben Sie nicht anderen die Schuld für Ihre eigene Unfähigkeit. Schauen Sie lieber, wo Sie die Nullsummen-Spiel-Mentalität auf praktische Weise überwinden können. Das ist vielleicht das Beste, wofür dieses Buch bestimmt ist.

– Victor Nemchinov Ph.D. (econ.)
Russische Akademie der Wissenschaften


Ruanda


»Ohne Zweifel bringt dieses Buch den Friedensarbeitern des 21. Jahrhunderts eine ganz neue Inspiration. Die Idee der Natürlichen Ökonomie des Lebens, die hier von Bernd Hückstädt eingeführt wird, ist überzeugend als effektive und gewaltfreie Alternative zum Kapitalismus zu verstehen.  Die Natürliche Ökonomie des Lebens, sofern sie wirksam angenommen und angewendet wird, trägt wesentlich zur De-Korrumpierung der jetzigen Geld-geprägten Denkmuster bei. Sie wird die strukturelle Gewalt eindämmen, die durch die modernen sozio-politischen und ökonomischen Systeme erzeugt wird, viele Kriege und menschen-gemachten Katastrophen verhindern und uns in eine gerechte, fürsorgliche und friedliche Welt führen, in der alle ihren Platz haben.«
– Jean de Dieu Basabose
Mit-Gründer und Geschäftsführer von Shalom Educating for Peace,
Kigali, Rwanda, East Africa

Schweiz


»Wenn die Menschheit am nächsten Scheideweg in die „richtige“ Richtung gehen soll, dann brauchen wir Lösungen in einem neuen Paradigma. Eine sorgfältige Analyse der Natur zeigt den Weg zu einem neuen Paradigma, das leicht zu verstehen und anzuwenden ist. Und das Beste: es ist schon  „richtig“ da und einsatzbereit in Form der Natürlichen Ökonomie des Lebens und „Gradido“. Die Natürliche Ökonomie des Lebens zeigt Respekt für unseren Planeten Erde, die Natur und die ganze Schöpfung – der „richtige“ Weg in unsere Zukunft, also lasst ihn uns gehen!«

– Sesto Giovanni Castagnoli
Evolutant, Unternehmer und Gründungspräsident des WSF World Spirit Forum


»Bernd Hückstädt ist der Van Gogh der Geldreformwelt.  Hoffentlich darf er, dürfen wir alle, die Auswirkungen seines Werks noch während seiner Lebenszeit in vollen Zügen genießen.«



– Peter Koenig Enterprises
Seminal thinking, money seminars, organizational architecture


Singapur


Die Natürliche Ökonomie des Lebens ist ein entscheidender Katalysator für den Fortschritt unserer Zivilisation. Sie spricht die Sprache der natürlichen Intelligenz und entzündet in unserem Herzen das Bild eines wahren Paradieses auf Erden. Sie ist ein Geschenk der Natur, entwickelt um das höchste Potenzial der Menschen hervor zu bringen, um gemeinsam eine Welt von überfließender Fülle und immerwährendem Wohlstand in Harmonie mit der Natur zu erschaffen.
– Océane Yong
Social Entrepreneurs with Integrity Association
(Asia Pacific Singapore Head Quarters)


Südafrika


»Bernd schafft nicht nur mutig eine neue Vision für unsere Welt sondern gibt uns den Schlüssel für das Fahrzeug, das uns dorthin bringen wird. Dies ist kein Buch, sondern eine Gebrauchsanweisung für unseren Planeten. Die Frage ist nicht, ob dies unsere Zukunft wird, sondern wann. Bernd nutzt unsere Vorstellungskraft, um uns in eine Welt zu führen, wo die Natur und die menschliche Seele in einem lebendigen Orchester spielen – jedes Instrument spielt den Ton, für den es bestimmt ist. Lassen Sie die Worte in Ihr Herz fließen, und den Mut zum handeln stärken. Mein Gebet ist, dass alles, was Sie tun, davon inspiriert wird.

Wenn Sie sich selbst als einen sozialen Innovator und Kartographen der Zukunft betrachten, kann Gradido der Nordstern sein, groß genug um Ihre bestmöglichen Realitäten zu verwirklichen – sowohl auf persönlicher als auch auf kollektiver Ebene.«
– Oran Cohen
Internationaler spiritueller Botschafter für die Jugend

Ungarn


»Die Menschen sind zur Zeit ganz auf die Gnade der Wirtschaft angewiesen, anstatt dass die Wirtschaft dem Wohl der Menschen dient. Ist es wirklich wahr, dass wir in Zeiten beispiellosen wirtschaftlichen Wohlstands leben, oder sollten wir lieber sagen, wir leben unter der Weltherrschaft des Geldes?  Wie auch immer, es ist nicht zu leugnen, dass die Interessen der Menschen definitiv keine Priorität haben. Es ist eine Ironie, dass beim Nachdenken über die Quelle der modernen Wirtschaft, nur selten der Gedanke in den Sinn kommt: Menschen sind nicht dazu da, um die Wirtschaft aufrecht zu erhalten, nicht wahr?

Wie um alles in der Welt war es möglich, dass wir Menschen eine Wirtschaft schufen in dem der Mensch keine Rolle mehr spielt? Wollen wir wirklich sagen, dass Unmenschlichkeit eine Voraussetzung für Menschlichkeit ist? Eine humane Wirtschaft ist eine Wirtschaft des ganzen Menschen in Harmonie mit der Natur. Spirituelle Wirtschaft, gegründet auf das große Ganze und angetrieben von überfließender Fülle anstatt Knappheit.  Nur eine durch Weisheit, Integration und Austausch inspirierte Wirtschaft, die alle selbstbegrenzenden Einzelinteressen transzendiert, dient der Erfüllung des ganzen Menschen.

Auf diese Weise wird sie eine Natürliche Ökonomie des Lebens, die dem Wohle aller Menschen und dem Planeten dient. Bernd Hückstädt’s bahnbrechendes und epochales Buch zeigt glasklar, dass mit einem neuen, mit globalem Bewusstsein durchdrungenen Wirtschaftsmodell weltweiter Wohlstand nicht länger ein Traum bleiben muss, sondern bald Wirklichkeit werden kann.«

– András László
Gründungspräsident & Geschäftsführer von GlobalVisioning.net


Vereinigtes Königreich



»Das gegenwärtige Finanzsystem, das Schulden-basierte Geldsystem und seine negativen Effekte werden selbst von den so genannten Experten nur selten verstanden. Eine fundamentale Rolle in einer nachhaltigen Zukunft müssen neue Gemeinschafts-basierte Geldsysteme spielen, wie z.B. der Gradido. In diesem Buch erklärt Bernd Hückstädt auf brillante Weise, wie der Gradido schon jetzt das Leben transformiert – und wie er auch Ihres transformieren kann.«
– John Bunzl
Gründer, International Simultaneous Policy Organisation



»Ein Wort fasst meine Antwort zu diesem bemerkenswerten Buch zusammen – Dankbarkeit. Dieses Buch ist wahrhaft wegweisend in seinem Ansatz, unsere Vision auszudehnen von dem was möglich ist, wenn wir unser eigenes Engagement hin zum Leben verlagern. Dies ist ein Buch, das Ihr Leben verändern wird; mehr noch, es ist online und kostenlos. Es ist ein kleines und perfekt gestaltetes Geschenk für uns alle. Ich fordere Sie auf, dieses Geschenk zu genießen und es dann an zehn Freunde weiter zu schenken – Sie werden eine Saat weitergeben, die sehr schnell wachsen wird. Und das ist der schnellste Weg, wie wir überfließende Fülle für alle schaffen können.«
– Polly Higgins
Anwältin für die Erde, http://eradicatingecocide.com


»Die Natürliche Ökonomie des Lebens: ein Schatz von einem Buch, das Herz und Verstand öffnet. Ein Licht der Hoffnung für alle, die nach Wahrheit suchen und sich nach einer besseren Welt sehnen: eine Welt von Sinn und Sinnhaftigkeit, Stabilität und Nachhaltigkeit, Zufriedenheit und Gemeinwohl. Die Gemeinwohl-Währung Gradido kommt zur rechten Zeit und wird dringend gebraucht: Du trägst zum Gemeinwohl bei. Die Gemeinschaft honoriert dich mit Gradidos. Mit deinen Gradidos kannst du Andere honorieren«.
– Prof. Kamran Mofid
Gründer, Globalisation for the Common Good Initiative www.gcgi.info


»Wandel ist das einzig Beständige in der Ordnung unserer Natur, die sich in überfließender Fülle immer wieder von selbst vervollständigt. Aber die Menschen verschwenden viel Emotion und Energie auf den Versuch diesem Wandel zu widerstehen. Durch Überlagerung mit ihren eigenen ökonomischen Strukturen in einem vergeblichen Versuch, die Natur zu bezwingen und die unendliche Güte der Erde endlichen wirtschaftlichen Zielen zu unterwerfen, hat die Menschheit es fertig gebracht, alle Systeme gleichzeitig an den Punkt des Zusammenbruchs zu bringen. Die aktuelle Wirtschaftskrise ist nur ein Symbol für das Totalversagen des Systems, das aus den menschlichen Eingriffen in alle Aspekte des Lebens resultiert.

Gradido ist eine fantasievolle und großzügige Arbeit, die einfache Werkzeuge und Methoden anbietet, um viele der menschlichen, spirituellen und ressourcen-bezogenen Konflikte in unserer Zeit zu lösen. Wenn alle Systeme zusammenbrechen oder auseinanderbrechen, ist der einzig mögliche Durchbruch, das ganze Gebäude von einer anderen ganzheitlicheren und weniger fragmentierten Perspektive wieder aufzubauen. Dies erfordert eine komplette “Metanoia“ oder Neuorientierung der spirituellen und ethischen Werte eines jeden Einzelnen und jeder Gemeinschaft. Gradido ist die Lösung, die von der Natur lernt – und auf die Ökonomen unbewusst gewartet haben.

Ich empfehle Bernd Hückstädt’s Buch für seine wertvollen Denkanstöße, für die visionäre Reise, auf die er uns mitnimmt, für die leichte Verständlichkeit und für die Einfachheit seiner Vorschläge, ganz im Stile Gandhis. Es ist ein Konzept, das anpassbare Werkzeuge für die schwierigsten Probleme unserer Zeit bietet und die Trennung von ökologischen, sozialen, ökonomischen und spirituellen Themen vermeidet.«
– Diana Schumacher OBE
Mit-Gründerin der Schumacher Society, der Gandhi Foundation UK,
der New Economics Foundation (nef) und der Environmental Law Foundation (ELF)


Vereinigte Staaten


»In seiner Klarheit, Einfachheit und Tragweite ist „Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens" die bahnbrechende Entdeckung einer neuen Lebensart. Es bietet einen lebensfähigen Mechanismus für kooperative Teilhabe miteinander – jenseits unserer selbst auferlegten Beschränkungen von Wettbewerb, Trennung und Angst. Seine Zeit ist jetzt!«
– Leo Burke
Professor und Direktor, Global Commons Initiative
Mendoza College of Business
University of Notre Dame


»Dies ist eine kühne und fantasievolle Herangehensweise an die großen Probleme, die unser tägliches Leben, unsere Fähigkeit zu hoffen und den Anstand untergraben, den wir wiederherstellen müssen. Bernd ist für diesen Versuch zu beglückwünschen, und wir müssen auf die von ihm präsentierten Herausforderungen reagieren.«

– Prof. Hillel Levine, Boston University

»Diese Zeit ist von entscheidender Bedeutung. Unser Individualismus hat uns an den Rand der Zerstörung gebracht. Wir wissen, es gibt keine Arbeitsplätze, aber Geld wird als Kriterium für ein erfolgreiches Leben betrachtet. Die Umwelt schreit zu uns, dass wir sie endlich respektieren und unser Verhalten ändern. Die nächste Generation gibt sich alle Mühe, den Lauf der Dinge zu ändern.
„Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens: ein Weg zu weltweitem Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur“ erklärt das WIE und die Schönheit dieses Potenzials für ein Leben voll von integrierter Harmonie. Lesen Sie dieses Buch und geben Sie dem Leben eine Chance!«

– Dr. Nina Meyerhof
Präsidentin und Gründerin von Children of the Earth, www.coeworld.org

»Bernd Hückstädt’s Gradido enthält eine Fülle von Einsichten und Hoffnung, serviert auf eine Art, die zu ungewöhnlichen und erfrischenden Wegen einlädt, neue Möglichkeiten zu sehen. Seine Liebe zur Natur als sein Lehrer der Wahl geht über ihr metaphorisches Potenzial hinaus. Mit der Präzision eines Spot-Lichts fokussiert er die fatalen Fehler in den derzeitigen wirtschaftlichen Ansätzen.

Wir haben alles was wir brauchen, um gemeinsam eine Zukunft zu erschaffen, die für alles Leben funktioniert. Währungen zu erfinden, die die Entwicklung unserer Zivilisation fördern und dabei die Eleganz der natürlichen Evolution integrieren, ist eine würdige Aufgabe. Genießen Sie Bernd Hückstädt’s Vision!«

– Bill Veltrop
Evolutionary Architect, Monterey Institute for Social Architecture

Vorwort

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 Liebe Leserin und lieber Leser,

wenn Sie soweit gekommen sind, dieses Vorwort zu lesen, haben Sie eine Reise begonnen, die Sie in die Geheimnisse der Natur mitnehmen wird. Diese werden schließlich so einfach für uns zu verstehen sein, dass wir nur noch sagen können: ja, ja, ja! Wenn Sie beginnen, dieses Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens« zu lesen, werden Sie eintauchen in eine Welt von Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur. Sie werden feststellen, dass das Buch nicht die Kompliziertheit von Wirtschaftswissenschaften oder Finanzinstrumenten besitzt, sondern darauf ausgelegt ist, dass seine Inhalte ganz einfach gelehrt werden können – von der Grundschule bis hinauf zu den Universitäten. Es zeigt, wie ein scheinbar kompliziertes Thema transformiert werden kann, indem man eine Terminologie und Systematik benutzt, die jeder verstehen kann. Es ist ausgerichtet auf die breite Öffentlichkeit, die kein Verständnis der komplexen Mechanismen hat, die in der heutigen Welt der Wirtschaftswissenschaften und Finanzen vorherrschen.

Bernd hat sein Buch für Sie und mich geschrieben. Ein Buch, das uns die Schönheit des Instrumentes zeigt, welches er uns vorstellt. Es ist das Ergebnis von jahrelangen Naturstudien. Bernd ist nicht der einzige, der Gedanken in diese Richtung hegt, aber sein Ansatz dürfte von allen der ganzheitlichste sein.

Offensichtlich wurde Bernd’s Buch zum richtigen Zeitpunkt geschrieben und veröffentlicht um den dringenden Bedarf nach Lösungswegen für die jetzige Situation zu decken. Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung haben wir mit der Finanzkrise über fünf Jahre lang viel zu viel kostbare Zeit und Energie verschwendet. Obwohl wir durch viele Krisen in der Vergangenheit hindurch gegangen sind, ist es dieses Mal längst überfällig, eine nachhaltige Lösung für die kommenden Generationen zu finden. Die »Natürliche Ökonomie des Lebens« scheint diese Lösung vorzustellen. Nehmen Sie sich Zeit zum Nachdenken und überzeugen Sie sich selbst, dass dies die am besten geeignete Methode ist. Im Vergleich zu anderen Büchern zu diesem Thema wird es Ihnen vielleicht so vorkommen, als ob Sie beim Lesen der »Natürlichen Ökonomie des Lebens«  einen wunderbaren, freudigen, kreativen Raum betreten. Wenn es diesem Buch gelingt, den Einwohnern unseres herrlichen blauen Planeten, Hoffnung für ihr tägliches Leben zu geben, dann hat es einen großartigen Job gemacht. Wenn Politiker, Wissenschaftler, Ökonomen, religiöse Führer, Künstler und die Gesellschaft im großen Stil beginnen, die Chancen zu erkennen, die diese Natürliche Ökonomie des Lebens zu bieten hat, und anfangen sie umzusetzen, ...dann können wir bald eine harmonischere Welt genießen, in der Hunger, Armut, Umweltzerstörung, Ungleichheit und Kriege der Vergangenheit angehören.

Ich wünsche Ihnen allen eine wundervolle Erfahrung beim Lesen dieses Buches und hoffe, Sie genießen es so sehr wie ich. Hoffentlich werden auch Sie sagen können: ja, ja, ja! Lasst uns loslegen und gemeinsam den besten Weg finden, Gradido als dauerhafte Lösung in den Markt einzuführen. Aufgeschlossenheit und guter Wille sind die Erfolgsgrundlagen für das gemeinsame Wohl.

Sesto Giovanni Castagnoli
Evolutant, Unternehmer und Gründungspräsident des WSF World Spirit Forum

Einleitung

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


»Die Wirtschaft verhielt sich genau entgegengesetzt zur Natur. Wir mussten also unsere wirtschaftlichen Gepflogenheiten umpolen und in Einklang mit der Natur bringen. Diese Erkenntnis war der Schlüssel zu weltweitem Wohlstand.«

– Joytopia 
Liebe Leserin und lieber Leser,

wenn Sie jetzt dieses Buch zu lesen beginnen, dann hat dies einen ganz bestimmten Grund. Und dieser Grund sind Sie! Sie haben sich soeben entschieden, sich dem Gedanken zu öffnen, dass Wohlstand und Frieden für alle möglich sind, und zwar in Harmonie mit der Natur. Hätten Sie diesen Gedanken nicht für möglich gehalten, wäre das Buch in Ihrem Papierkorb gelandet: im virtuellen Papierkorb Ihres Computers oder im physischen.

Dieses Buch hat das Potenzial, das ganze Leben, so wie Sie es kennen, zum Positiven zu verändern. Damit meine ich nicht nur Ihr persönliches Leben. Dieses Buch ist kein Erfolgstraining nach dem Strickmuster »Denke nach und werde reich«. Es ist nicht schon wieder eine Anleitung zum positiven Denken, die zum wiederholten Mal das Geheimnis der Millionäre lüftet. Und es handelt auch nicht von bösen Kräften, die sich dazu verschworen haben, unsere wunderschöne Erde in ein Gefängnis zu verwandeln. Im Gegenteil: es ist eine Gebrauchsanweisung, die wir für Sie von der Natur abgeschaut haben. Eine Anleitung wie wir gemeinsam den natürlichen Zustand der überfließenden Fülle zurückerlangen, den wir durch bewusstes oder unbewusstes Fehlverhalten einst verloren hatten.

Sie lesen hier also keine Esoterik oder abgehobenes Zeug, sondern Naturwissenschaft im besten Sinne. Die Methodik, Erfindungen der belebten Natur in die Technik zu übertragen, nennt man Bionik. Jeder Luftfahrtingenieur muss den Flug der Vögel studieren, bevor er seine »Blechvögel« konstruiert. Was in der Technik inzwischen gang und gäbe ist, wurde in den Wirtschaftswissenschaften bisher sträflich vernachlässigt.

Kein Wunder also, dass die Menschheit heute mehr denn je einer Vielfalt von existenzbedrohenden Gefahren ausgesetzt ist: Wirtschafts- und Finanzkrisen, Inflation, Geldcrash, Umweltzerstörung, Not, Hunger, Krankheit, Kriege und Naturkatastrophen.

In der hier vorgestellten Lösung erfahren Sie die Ergebnisse der Wirtschafts-Bionik-Forschung, die wir in der Gradido-Akademie seit über zehn Jahren intensiv betreiben. Und dies aus gutem Grund, denn die Natur ist das Wunderwerk des genialsten Erfinders aller Zeiten: unseres Schöpfers! In allen Kulturen findet man Schöpfungsgeschichten. Je nach Kultur weichen sie etwas voneinander ab. Aber eines ist allem uralten Wissen gemeinsam: es gibt einen genialen Schöpfer, der dieses Wunderwerk vollbracht hat. In der Bibel heißt es, »Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde. Zum Bilde Gottes schuf er ihn«.

Wenn es stimmt, dass wir nach dem Bilde Gottes erschaffen wurden, dann tragen auch wir Menschen Schöpferkraft in uns, und unsere Aufgabe besteht darin, diese zu gebrauchen: zum Wohl des Einzelnen, zum Wohl der Gemeinschaft und zum Wohl des großen Ganzen. Das Dreifache Wohl wird Ihnen in diesem Buch noch vielfach begegnen. Denn nur Entscheidungen und Handlungen, die diesen drei Kriterien genügen, sind es wert, in der Natürlichen Ökonomie des Lebens in Betracht gezogen zu werden.

Was Sie in diesem Buch erwartet


Im ersten Kapitel lesen Sie über Dinge, die zurzeit schief laufen auf unserer Erde. Sie werden einiges darüber erfahren, warum die Zustände heute noch so sind und warum es garantiert nicht mehr so weitergehen wird. Dabei werden wir uns jeder Schuldzuweisung enthalten. Wir alle haben dieses Spiel mitgespielt. Zwar haben wir im Theater des Lebens verschiedene Rollen gespielt, doch wir haben mitgespielt. Allen Mitspielern gilt unsere größte Wertschätzung und Anerkennung.

Im zweiten Kapitel entführt Sie ein sehr guter Freund auf den Planeten »Freegaia« am Rande der Galaxis, auf dem die Natürliche Ökonomie des Lebens bereits eingeführt ist und den Bewohnern weltweiten Wohlstand bringt, in Frieden und in Harmonie mit der Natur. In der unterhaltsamen visionären Kurzgeschichte erfahren Sie, wie die Welt dort früher war, wie das neue Wirtschaftsmodell funktioniert und wie sich der friedliche Übergang vollzog. Freuen Sie sich auf die Kurzgeschichte »Joytopia«!

Im dritten Kapitel lernen Sie etwas über die Methodik, wie Sie sich ganz bewusst von alten Denkstrukturen lösen und neue zulegen können. Danach werden wir gemeinsam die Aussagen der Joytopia-Geschichte analysieren, ergänzen und zu einem Wirtschaftsmodell zusammenfügen. Das ist gar nicht so schwer. Denn alles Geniale ist in seiner Grundidee einfach. Und glauben Sie mir: die Natur ist genial!

Im vierten Kapitel werden Sie die hundert wichtigsten Vorteile der Natürlichen Ökonomie des Lebens kennen lernen. Ein Vorteil folgt oft aus dem vorhergegangenen. Auf diese Weise entstehen aufwärts führende Möglichkeits-Spiralen, die uns bei jeder Umdrehung ein großes Stück weiter nach oben tragen. Wenn Sie einmal gelernt haben, in positiven Möglichkeits-Spiralen zu denken, können Sie Ihr persönliches Leben und Ihr gesamtes Umfeld nachhaltig zum Positiven verändern.  

Im fünften Kapitel packen wir es gemeinsam an. Was kann jeder von uns mit einfachen Mitteln tun, so dass wir schon bald weltweiten Wohlstand und Frieden genießen können, in Harmonie mit der Natur? Erfreulicherweise ist dies das kürzeste Kapitel, denn Sie brauchen gar nicht viel zu tun. »Wu wei, Tun durch Nicht-Tun«, ein Begriff aus der chinesischen Philosophie des Dao lässt uns von blindem Aktionismus Abstand nehmen und weist uns den Weg der »Enthaltung eines gegen die Natur gerichteten Handelns«.

Anstatt eines Schlusswortes erzähle ich Ihnen dann noch eine Geschichte aus der Zukunft. Die dreizehnjährige Pia fragt ihre Großeltern:  „Wie habt ihr das geschafft?“



Ein Geschenk


Die Natur betreibt Schenkwirtschaft, und das freie E-Book ist ein Geschenk für Sie. Gerne dürfen Sie das E-Book der gekürzten »Freien Edition« im Internet herunter laden und für nicht-kommerzielle Zwecke in unveränderter Form verteilen. Die vollständige Ausgabe können Sie als gedrucktes Buch und auch als E-Book käuflich erwerben. Mit Ihrem Kauf unterstützen Sie das Forschungsprojekt »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«. Herzlichen Dank!

Gradido ist eine Initiative von Menschen, die sich das freie Denken und Fühlen noch bewahrt oder, besser gesagt, wieder angeeignet haben. Der Autor und seine Lebensgefährtin haben viele Jahre ihres Lebens investiert, um herauszufinden, wie die Natur funktioniert und welche der genialen Erfindungen der belebten Natur sich eignen, ein neues Wirtschaftsmodell zu formen: ein Geld- und Wirtschaftsmodell, das die Basis bildet für weltweiten Wohlstand in Frieden und in Harmonie mit der Natur. Das  Forschungsprojekt Gradido zählt zur Zeit mehrere tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

In der Tradition vieler indigener Völker muss eine Gabe weitergegeben werden, damit sie ihren Wert behält oder sogar vermehrt. So ist es auch mit diesem Buch. Indem Sie es weitergeben, zirkuliert die Gabe, vermehrt ihren Wert und kann Ihnen, Ihren Mitmenschen und den nachfolgenden Generationen ein Leben ermöglichen, von dem Sie bisher nicht einmal zu träumen wagten. Es beinhaltet unschätzbares Wissen, das mithilft, der Menschheit nicht nur das Überleben zu ermöglichen, sondern sogar einen Quantensprung in ihrer Entwicklung zu vollbringen: in Richtung auf die Wiedererlangung des Paradieses auf Erden – so wie es der Schöpfer einst für die Menschen aller Kulturen und Religionen vorgesehen hatte.

Wenn Sie das Geschenk erwidern wollen, indem Sie das Forschungsprojekt, die Gradido-Akademie und ihre Initiatoren bei ihrer Arbeit unterstützen, dann fühlen Sie sich frei, dies zu tun. Jeder Betrag hilft uns weiter. Sie finden unsere Bankverbindung und unser PayPal-Konto am Anfang dieses Buches im Impressum. Ihnen ganz herzlichen Dank im Voraus!

Los geht’s!


Und jetzt bitte ich Sie, die Ablage vor Ihrem Sitz einzuklappen, die Rückenlehne gerade zu stellen und den Sicherheitsgurt anzulegen. Wir rollen nun gemeinsam auf die Startbahn in eine Zukunft, in der nichts mehr so sein wird wie früher. In eine Zukunft, in der Ihre Enkel einst stolz sein werden auf Sie, weil Sie mitgeholfen haben, das Ruder doch noch rechtzeitig herum zu reißen und die Reiseroute zu ändern: von der Höllenfahrt zurück auf den Weg zum Paradies auf Erden.

Doch solange wir uns noch am Boden befinden, machen wir Sie mit einigen Instruktionen vertraut. Sie erfahren, warum die Zustände heute so sind wie sie sind und warum es garantiert nicht mehr so weitergeht...

Sonntag, 30. Dezember 2012

Kapitel 1 – Wie es garantiert nicht weitergeht

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«



»Wir sind Sternenstaub, wir sind golden, gefangen im Geschäft mit dem Teufel,
und wir müssen zum Garten Eden zurückkehren.«

(We are stardust, we are golden, we are caught in the devil's bargain,
and we got to get ourselves back to the garden.)

– aus dem Lied »Woodstock«
von Joni Mitchell


Die derzeitige vom Menschen konstruierte Wirtschaft funktioniert ganz anders als die Natur.  Besser gesagt: sie funktioniert nicht! Denn wenn in der heutigen Zeit zwei Drittel der Menschheit unterhalb der Armutsgrenze leben, 24.000 Menschen pro Tag verhungern und dabei gleichzeitig unsere Umwelt zerstört wird, kann man nicht von einem funktionierenden Wirtschaftssystem sprechen.

Im ersten Kapitel sprechen wir daher über einige Dinge, die schief laufen auf dieser Erde. Wir werden einiges darüber erfahren, warum die Zustände heute noch so sind und warum es garantiert nicht mehr so weitergehen wird. Dabei werden wir uns jeder Schuldzuweisung enthalten. Wir alle haben dieses Spiel mitgespielt. Zwar haben wir im Theater des Lebens verschiedene Rollen gespielt, doch wir haben mitgespielt. Allen Mitspielern gilt unsere größte Wertschätzung und Anerkennung.

Das heutige Geld entsteht durch Schulden

Wussten Sie, dass unser derzeitiges Geld in erster Linie durch Schulden geschöpft wird? Vereinfacht kann man sich das folgendermaßen vorstellen: zwei Leute haben jeder ein Bankkonto, beide mit dem Kontostand »Null«. Nun machen die beiden ein Geschäft miteinander, und der eine überweist dem anderen anschließend 100 €. Danach hat einer plus100 € auf seinem Konto und der andere hat minus100 € Kontostand. Auf diese Art und Weise wurde Geld geschöpft, das vorher noch nicht da war. In der Fachsprache nennt man dies Giralgeld-Schöpfung. Würden die beiden Personen anschließend ein Gegengeschäft machen, in genau derselben Höhe, so wären die Kontostände wieder ausgeglichen, und das gerade geschöpfte Geld wäre verschwunden. Man könnte sich auch vorstellen, dass ganz viele Menschen sich am Markt beteiligen, und die Transaktionen sich mehr oder weniger ausgleichen. Ein perfektes Zahlungssystem also?

Einige Leute werden am Markt erfolgreicher sein als andere. Das wird dazu führen, dass sich immer mehr Geld auf ihre Konten konzentriert, während die anderen die dazugehörigen Schulden haben. In diesem System bedeutet der Reichtum des Einen immer die Schulden von vielen anderen. Ja, es bedeutet sogar, dass Wirtschaften nur mit Schulden möglich ist. Und da die Erfolgreichen ständig ihre Fähigkeiten verbessern und damit noch mehr Geld einnehmen, wird die Konzentration des Geldes immer stärker.

Nun könnten einige der bisher weniger Erfolgreichen auf die Idee kommen, ebenfalls ihre Fähigkeiten zu verbessern, um auf diese Art und Weise das Geld auf ihre Mühlen zu lenken. Dem einen oder anderen kann dies mit großen Kraftanstrengungen gelingen. Von diesen Menschen liest man dann in den berühmten Erfolgs-Stories. Doch die große Mehrheit kann es schon vom System her nicht schaffen. Denn das Schuldgeld-System verlangt, dass die Mehrheit Schulden haben muss, um die Guthaben einiger weniger auszugleichen. Um diese Tatsache zu verschleiern, tragen die Staaten die Schulden stellvertretend für ihre Bürger. Praktisch alle Staaten sind verschuldet, selbst und gerade auch die reichen Länder. Und mehr als zwei Drittel der Menschheit leben unterhalb der Armutsgrenze.

Die großen Vermögen dieser Welt konzentrieren sich auf einige wenige superreiche Familien. Doch bevor wir jetzt auf die Idee kommen, diesen Familien die Schuld zuzuschieben, halten wir uns vor Augen, dass wir alle Mitspieler in diesem großen Spiel sind. Gäbe es diese wenigen superreichen Familien nicht, wären immer noch manche Menschen cleverer als andere und würden die Geldströme auf ihre Mühlen lenken. Die Verhältnisse wären genauso wie jetzt, nur die Namen der Superreichen würden anders lauten. Denn die Zustände, so wie wir sie jetzt erleben, sind die logische Folge eines Geldsystems, dessen Geld durch Schulden geschaffen wird.

Vielfach wird behauptet, die jetzigen Verhältnisse kämen durch Zins und Zinseszins zustande. Es ist zwar richtig, dass Zins und Zinseszins die Entwicklung verstärken, doch die jetzigen Verhältnisse wären auch ohne Einführung des Zinses so gekommen. Machen wir uns nichts vor: es gibt Länder, da ist der Zins verboten. Doch auch in diesen Ländern gibt es einige wenige Superreiche und sehr viele arme Menschen. Zins und Zinseszins sind nicht der »Hauptfehler des Geldsystems«. Sie verstärken lediglich die logischen Folgen, die in jeder Form der Kredit-Geldschöpfung auftreten müssen. 

„Wenn dem so wäre“, höre ich Sie jetzt sagen, „dann müsste doch nahezu jeder Mensch Schulden auf seinem Bankkonto haben. Doch gerade die Ärmsten der Armen haben nicht einmal ein Bankkonto“. Damit haben Sie vollkommen recht, liebe Leserin und lieber Leser. Doch ich erwähnte es bereits: stellvertretend für ihre Bürger haben die Staaten die Schulden auf sich genommen. Sie konnten gar nicht anders, denn die Mathematik verlangt es so. Das ist der Grund, wieso praktisch alle Staaten dieser Welt hoch verschuldet sind.  In Deutschland haben wir zurzeit eine Pro-Kopf-Staatsverschuldung von ungefähr 20.000 Euro. Das heißt, noch bevor ein neugeborenes Kind seine Eltern mit dem ersten Schrei beglücken kann, ist es mit 20.000 Euro verschuldet.

Den Kapitaldienst für diese Schulden wird es im Laufe seines Lebens in Form von Steuern und anderen Abgaben zu leisten haben. Der größte Teil der Arbeitsleistung eines Menschen geht in diesen Kapitaldienst, damit die Schulden bedient werden, die er nicht einmal auf seinem Konto sieht. Nicht nur die Steuern sind hoch. Auch in den Preisen ist der Kapitaldienst versteckt. Denn auch die Unternehmen haben ihr Geld entweder von der Bank oder von Aktionären, die sogar eine höhere Rendite erwarten als sie bei einer Bank bekommen hätten. Dazu kommen die Steuern, die die Unternehmen selbst bezahlen müssen. Selbst wenn clevere Unternehmen relativ wenig Steuern zahlen, so zahlen sie doch Löhne und Gehälter, und diese sind hoch besteuert.

Man kann relativ gut leben in diesem System, wenn man ein gutes Einkommen hat. Und in einem Sozialstaat wie in Deutschland können auch Menschen ohne Arbeitseinkommen leben – durch Sozialhilfe. Die Sozialhilfe wird vom Staat bezahlt, der sich dadurch entweder zusätzlich verschuldet oder das Geld durch höhere Steuern hereinholen muss. Das wiederum schürt die Neid-Debatten, die uns hinlänglich bekannt sind. Doch das soziale Netz wird auch in Ländern wie Deutschland immer dünner, ganz zu schweigen von den armen Ländern.

Bleiben wir einen Moment noch bei den so genannten »guten« Einkommen. Gut bedeutet in diesem Zusammenhang »mehr als der Durchschnitt«. Dieses kleine Wörtchen »mehr« trägt eine enorme Sprengkraft in sich. Denn mehr als der Durchschnitt zu haben bedeutet, dass die Mehrheit weniger hat. Grundsätzlich wäre daran ja nichts Schlechtes. Die Menschen sind unterschiedlich und haben auch unterschiedliche Bedürfnisse. Doch wenn man mehr haben muss als andere, nur um ein einigermaßen angenehmes Leben führen zu können, dann bedeutet das, dass die Mehrheit kein angenehmes Leben führt. Und da jeder Mensch das natürliche Interesse hat, ein angenehmes Leben zu führen, ist der Konflikt vorprogrammiert. Sein Name lautet »Konkurrenzkampf«.

Fassen wir bis hierher zusammen:

  • Unser Geld wird zum größten Teil durch Schulden geschöpft.
  • Da einige Menschen geschickter mit Geld umgehen als andere, konzentriert sich immer mehr Geld auf einige Wenige, während sich die restlichen Vielen die Schulden teilen müssen, sei es in Form von Privatschulden oder Staatsschulden.
  • Dies führt zu immer härterem Konkurrenzkampf der Menschen untereinander.

 

Kapitel 1.2 – Konkurrenzkampf ist Krieg

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


»Manchmal ist es nötig, sich daran zu erinnern, was Wettbewerb genau bedeutet. Wie Peter Rose, der schlicht gesagt hat: „Einer wird gewinnen und einer wird verlieren – und ich glaube daran, es ist besser, den anderen Kerl verlieren zu lassen.“«
– Ed Kittrell
am. Kommunikationsberater

Konkurrenzkampf beginnt bereits im Klassenzimmer. Wer später etwas werden will, sollte besser sein als der Durchschnitt. In meiner Schulzeit hatte man seinen Nebensitzer noch abschreiben lassen. Dieses kameradschaftliche Verhalten ist heutzutage selten. Der Schulkamerad ist zum Konkurrenten geworden.

Doch halt, hier muss ich mich korrigieren. Der Konkurrenzkampf ist in vielen Fällen entschieden, noch bevor die Kinder zur Schule gehen. Denn bereits die Herkunftsfamilie ist ausschlaggebend dafür, welche Laufbahn das Kind später einmal einschlagen wird. Wir haben eine Klassen-Gesellschaft. Ob das Kind später zur »Upper Class« gehört, zur Arbeiterklasse oder zu den Sozialhilfeempfängern, dafür sind die Weichen im Großen und Ganzen bereits von Geburt an gestellt. Es gibt zwar immer wieder Traumkarrieren, aber das sind nur ganz wenige.


»Wir leben in einem System, in dem man entweder Rad sein muss
oder unter die Räder gerät.« 
– Friedrich Nietzsche
Philosoph, staatenlos

Gehen wir nun einen Schritt weiter. Der immer härtere Konkurrenzkampf findet natürlich im Kleinen genauso statt, wie im Großen. Auf der Ebene der einzelnen Menschen bedeutet er immer weiter auseinanderklaffende Klassenunterschiede. Auf der Ebene der Unternehmen erleben wir einen immer härteren Verdrängungswettbewerb und feindliche Übernahmen. Die Großen fressen die Kleinen. Und auf der Ebene der Nationalstaaten zeigt sich der Konkurrenzkampf in Form von Kriegen (Wirtschaftskriege und bewaffnete Auseinandersetzungen). Die meisten Kriege werden zur Zeit geführt, entweder um Zugriff auf wichtige Ressourcen wie zum Beispiel Öl zu bekommen oder um die eigene Machtposition zu stärken.

»Wenn einer draußen den anderen nicht schlägt, weil er das Gefühl hat, er sollte Jesus spielen, wird er selbst geschlagen. Das ist eine ganz simple Wahrheit.«

  – Helmut O. Maucher
dt. Topmanager

Wer hierbei bis jetzt immer zu kurz gekommen ist, das ist die Natur. Doch das Maß ist inzwischen übervoll. Die Natur beginnt sich immer stärker zu wehren. Wir erleben dies in der Zunahme der Naturkatastrophen weltweit. Kein Ort auf der Erde ist mehr sicher. Und wer ebenfalls zu kurz kommt, das sind die »kleinen« Menschen. Sie hatten schon immer die Spiele der »Großen« auszubaden. Doch hüten wir uns auch hier vor Schuldzuweisungen! Auch die »Kleinen« haben ihren Teil zum großen Spiel beigetragen, und sei es nur, dass sie dieses Spiel bis jetzt mitgespielt haben.

Möglicherweise musste auch alles so kommen, damit die Menschheit in ihrer Evolution voranschreiten kann. Anders wäre es kaum erklärlich, dass die Natur so lange zugeschaut und sich nicht früher gewehrt hat. Wenn wir davon ausgehen, dass unser Universum und unsere Erde nicht durch Zufall entstanden sind, sondern dass sich hier ein höherer Plan offenbart, dann dürften auch die heutigen Zustände Teil dieses Planes sein. Um uns weiter zu entwickeln, müssen wir unsere Komfortzone verlassen. Bis jetzt verlassen die meisten Menschen erst dann ihre Komfortzone, wenn es beginnt, richtig weh zu tun. Wenn wir uns nicht freiwillig weiterentwickeln, wird ein uns liebender Schöpfer möglicherweise etwas nachhelfen müssen.

»Wer künftig nicht die Nummer eins oder zwei im Regal ist,
kann meist gleich wieder einpacken.« 
– Tim Crull
Chief Executive Officer Nestlé USA

Vor  einiger Zeit hörte ich einen interessanten Beitrag im Radio. Es wurde berichtet, dass drei große deutsche Automobilmarken im vergangenen Jahr Rekordgewinne eingefahren hätten. Dabei war Daimler an dritter Stelle. Anstatt sich über dieses gute Ergebnis zu freuen, kritisierten die Anleger die Geschäftsleitung dafür, dass es Daimler-Benz nicht gelungen war, auf den ersten Platz zu kommen.

Die Idee des Konkurrenzkampfs oder des Wettbewerbs beruht auf einer Illusion. Es wird suggeriert, dass jeder es schaffen kann, an die Spitze zu kommen. Dafür werden dann rührende Beispiele angeführt: Menschen, die  in ärmlichen Verhältnissen aufwuchsen, schaffen es durch persönlichen Einsatz und etwas Glück zum Millionär. Popstar, Schauspieler, Sportler, Internet-Milliardär, Industrieller... das Märchen des Tellerwäschers, der zum Millionär wird, ist immer noch sehr beliebt. Die wenigen Menschen, die dies geschafft haben, können wir fast an einer Hand abzählen. Die anderen sieben Milliarden passen dagegen nicht in die Hand. Der menschliche Verstand lässt sich ganz schön an der Nase herum führen. Unsere Industriegesellschaft ist ein Pyramidenspiel; ein Kartenhaus, das auf Konkurrenzkampf aufgebaut ist und auf die Lüge, jeder könne es schaffen, an die  Spitze zu kommen.

Und da jeder damit beschäftigt ist, sich und seine Familie zu ernähren, Karriere zu machen und ein Stückchen vom großen Reichtum abzubekommen, gönnen sich nur wenige Menschen Zeit, einen Schritt zurückzutreten um sich das ganze Spiel aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Wer es dennoch tut, sollte vorsichtig sein, denn es könnte gefährlich werden! Wenn man erst einmal das Spiel durchschaut hat, fällt es möglicherweise schwer, weiterhin noch mitzuspielen.

Doch nach und nach wird alles offensichtlicher. Immer mehr Menschen erkennen, dass das alte Spiel nicht mehr funktionieren kann, und dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das Kartenhaus zusammenfällt. Ein evolutionäres Zeitfenster beginnt sich zu öffnen: immer mehr Menschen merken, dass das Alte nicht mehr funktioniert, und suchen nach Lösungen. Und die gibt es! Zwar wurden wir über die Jahrtausende so an den Konkurrenzkampf gewöhnt, dass nun auch die Lösungswege miteinander konkurrieren. Schließlich kennen wir ja noch nichts anderes, und Kooperation will erst gelernt sein. Doch Dankbarkeit und Wertschätzung anderen Ideen und anders denkenden Menschen gegenüber wachsen beständig. Die guten Zeiten für »Weltverbesserer« haben begonnen.

Lasst uns nun noch eine Stufe tiefer gehen und fragen, welche Dogmen, Illusionen und Konzepte dazu geführt hatten, Geld durch Schulden zu schöpfen und dem Konkurrenzkampf einen so hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft einzuräumen.

Kapitel 1.3 – Das Null-Summen-Dogma und das Konzept der Negativität

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


»Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere ILLUSION ist als die Welt des Traumes.«
–  Salvador Dali
span. Maler, Schriftsteller und Bildhauer

Die lebendige Natur, so wie wir sie erleben, ist immer positiv. Negative Zahlen sind ein mathematisches Konzept, um komplexe Vorgänge einfach beschreiben zu können. Doch in der für uns erlebbaren Natur kommen sie nicht vor. Oder  haben Sie schon einmal einen Apfelbaum gesehen, an dem minus hundert Äpfel hingen? Wohl kaum. Alles Materielle, das wir kennen, ist in einer positiven Menge vorhanden. Entweder es hängt eine positive Anzahl Äpfel am Baum, oder es hängt kein Apfel dran.

Wenn die Natur neue Produkte erschafft, zum Beispiel Äpfel, dann entstehen nicht auf einer anderen Seite negative Äpfel.  Der Apfelbaum muss nicht erst einen Kredit aufnehmen, um Äpfel produzieren zu können. Und er muss dafür auch keine Steuern bezahlen. Er lebt einfach seinem Wesen entsprechend im Einklang mit der ihn umgebenden Natur – und dadurch geschieht Schöpfung.

Dagegen wird unser Geld, wie bereits beschrieben, durch Schulden erschaffen. Des Einen Guthaben sind des Anderen Schulden. Des Einen Haben ist des Anderen Soll, oder mathematisch ausgedrückt: des Einen Plus ist des Anderen Minus. In der Summe gleichen sich Guthaben und Schulden aus. Sie ergeben zusammen die Summe »Null«. Diesen Sachverhalt nennt man in der Wirtschaftslehre das Gesetz der Bilanz. Und in der Spiele-Theorie handelt es sich um ein so genanntes »Null-Summen-Spiel«. Dahinter steckt die Weltanschauung, dass der Mensch selbst keine schöpferischen Fähigkeiten hat, also nichts kreieren kann. Nach dem Null-Summen-Dogma muss man auf der einen Seite etwas wegnehmen, wenn man auf einer anderen Seite etwas hinzufügen will.

Deshalb erscheint es uns völlig selbstverständlich, dass wir die Natur berauben müssen um uns Komfort zu schaffen; dass wir die Menschen in den Dritte-Welt-Ländern ausbeuten müssen um uns Wohlstand zu schaffen – kurz gesagt: dass andere verlieren müssen, wenn wir gewinnen wollen.

Wahrscheinlich ist Ihnen das Null-Summen-Dogma bisher gar nicht aufgefallen. Es begegnet uns immer und überall im Leben, so dass wir es für ganz selbstverständlich halten. Der menschliche Verstand ist gewöhnt, in Gegensätzen zu denken: rechts und links, oben und unten, arm und reich, hell und dunkel, tot und lebendig. Um diese  Gegensätze beziffern zu können, wurden die negativen Zahlen erfunden. Die  Zahl »Null« repräsentiert dabei den mittleren bzw. »normalen« Zustand. 

Beispiele für vermeintliche Negativität oder Gegensätze:


Der Nullpunkt der Temperaturmessung wurde willkürlich auf den Gefrierpunkt des Wassers  gelegt. Damit hat man positive und negative Temperaturen definiert. Das ist für uns im täglichen Leben zwar praktisch, denn wir markieren damit den für uns wichtigen Unterschied »Wasser – Eis«, doch in Wirklichkeit wird der absolute Nullpunkt nirgendwo erreicht. Man kann sich ihm nur mit großem Aufwand annähern. Der Gefrierpunkt des Wassers liegt tatsächlich bei (plus) 273° Kelvin.

Die Ladung der Elektronen hat man willkürlich als negativ definiert. Der Minuspol in der Elektrizität bezeichnet in Wirklichkeit einen Überschuss an Elektronen, der dem Ausgleich zustrebt.

Tag und Nacht werden als Gegensätze empfunden. Dabei sind sie nur die beiden Seiten unserer Erde. Auch Schatten ist nicht das Gegenteil von Licht. Schatten sind Orte mit weniger Licht, als die Umgebung.

Es wird uns suggeriert, wir würden in einer Welt der Gegensätze leben. Dabei ist das Denken in Gegensätzen nur eine Methode unseres Verstandes, Unterschiede festzustellen.

Was ist der biologische Unterschied zwischen einem Afrikaner und einem Europäer? Im Wesentlichen nur die Hautfarbe. Zu 99,99 % dürften beide Menschen-Rassen gleich sein. Doch der menschliche Verstand pickt sich den kleinen Unterschied von 0,01% heraus, um einen Gegensatz zu konstruieren und – schlimmer noch – Rassenkonflikte daraus abzuleiten.

Wie groß wird wohl der Unterschied der beiden christlichen Konfessionen sein? Wahrscheinlich auch nicht größer als 0,01%. Und doch wurden dafür Glaubenskriege geführt und unzählige Menschen lebendig verbrannt.

Menschen verschiedener Religionen, Weltanschauungen und politischer Auffassungen sind immer noch Menschen. Der Unterschied zwischen ihnen wird die 0,01%-Marke nicht einmal annähernd erreichen.

Unser Verstand ist ein äußerst präzises Instrument, wenn es gilt, feinste Unterschiede zu erkennen. Die Gemeinsamkeiten erkennen wir allerdings besser mit unserem Herzen. „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ lässt Antoine de Saint-Exupéry seinen Kleinen Prinzen sagen.

Könnte es sein, dass wir mehr Herz in unsere Wirtschaft bringen müssen, wenn wir die gemeinsamen Interessen der Menschen und der Natur nachhaltig fördern wollen?

  • Das Null-Summen-Dogma ist widernatürlich. Es führt zu Raub, Ausbeutung und Kampf.
  • Die für uns erlebbare lebendige Natur ist immer positiv.
  • Der Verstand nimmt Unterschiede war, das Herz Gemeinsamkeiten.
  • Wir brauchen ein Geld- und Wirtschaftssystem, bei denen sich Herz und Verstand symbiotisch ergänzen.



Kapitel 1.4 – Die Grundannahme der Knappheit

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«



»Volkswirtschaftslehre ist die Wissenschaft von der Bewirtschaftung der knappen gesellschaftlichen Ressourcen.«   
        – N. Gregory Mankiw:
Grundzüge der Volkswirtschaftslehre

Aus dem Null-Summen-Dogma folgt die Grundannahme, dass nicht genug für alle da sei: die Grundannahme der Knappheit. Die Volkswirtschaftslehre wird oft definiert als die »Lehre der Verteilung knapper Güter«.

Was ist eine Grundannahme? In wissenschaftlichen Arbeiten ist es gängige Praxis, von Grundannahmen auszugehen. Das sind Gegebenheiten, von denen man annimmt, dass sie allgemein gültig seien. Ist die Grundannahme richtig, kann man darauf Theorien aufbauen und wichtige Schlussfolgerungen daraus ziehen. Stellt sich jedoch die Grundannahme als falsch heraus, dann fällt das ganze Gedankengebäude zusammen wie ein Kartenhaus.

Eine beliebte Methode, um uns die Grundannahme der Knappheit plausibel zu machen, besteht darin, an unsere Gier zu appellieren. Man suggeriert uns Wünsche nach Dingen die keiner braucht. Ferrari, Rolex-Uhr, Villa mit Swimmingpool..., solche Dinge sind ja ganz nett; und selbstverständlich kann sie nicht jeder besitzen. Aber sind sie es wert, darauf ein Dogma aufzubauen, auf Grund dessen jeden Tag 24.000 Menschen verhungern? Rechtfertigen sie diesen Massenmord?

Es kommt noch schlimmer: um das Gedankengebäude der Volkswirtschaftslehre nicht gänzlich zusammen fallen zu lassen, muss man die Knappheit mit allen Mitteln aufrechterhalten – notfalls mit Gewalt. Viele Güter werden künstlich verknappt, die von Natur aus im Überfluss vorhanden waren.

Trinkwasser


Natürliche Bäche werden in die Kanalisation geleitet. Luft und Böden werden durch Chemie vergiftet, so dass die Quellen toxisch belastet werden. Immer weniger Quellen liefern daher Trinkwasser. Dazu kommt, dass durch die unnatürliche Landwirtschaft der Wasserspiegel weiter absinkt und die Böden korrodieren. Öffentliche Wasserversorgungen werden nach dem Modell des Cross-Border-Leasing ins Ausland verkauft (z.B. von Deutschland nach USA) und müssen dann zurückgemietet werden.

Land


Immer mehr Fläche wird zubetoniert. Der Regenwald wird abgeholzt. Verbleibende landwirtschaftliche Flächen werden für die Biosprit-Produktion genutzt und fallen für den Lebensmittel-Anbau aus.

Saatgut


Das von der Natur geschaffene Saatgut wird durch Gen-Manipulation zerstört und in so genanntes »Terminator-Saatgut« umgewandelt. Die Samen der Pflanzen, die daraus keimen, sind selbst nicht mehr keimfähig.

Nahrung


Die oben genannten Punkte führen alle bereits zu künstlicher Verknappung der Nahrung. Es wird uns suggeriert, dass die Welt-Ernährung nur mit Chemie und so genannter »Grüner Technologie« (Gentechnik) gewährleistet werden kann. Das Gegenteil ist der Fall. Und es geht noch weiter...

Bienensterben


Zur Zeit sterben immer mehr Bienen an einer unbekannten Krankheit. Ohne Bienen keine natürliche Bestäubung der Blüten und damit keine natürlichen Früchte, keine natürliche Vermehrung der Pflanzen. Es sollte uns nicht wundern, wenn die Gen-Industrie mit weiteren „Grünen Technologien“ Lösungen für teures Geld verspricht.

Massentierhaltung


Der übertriebene Konsum tierischer Produkte (Fleisch, Milch, Eier usw.) verursacht nicht nur unvorstellbares Leid bei den betroffenen Tieren. Die Massentierhaltung stellt zudem eine weitaus höhere Umweltbelastung dar, als alle Autos zusammen. Generell verbraucht die Produktion tierischer Produkte ein Vielfaches mehr an Ressourcen wie Wasser und Energie, als pflanzliche Nahrung mit gleichem oder besserem Nährwert. Mit vorwiegend pflanzlicher Ernährung könnten wir über dreißig mal so viel Menschen weltweit satt bekommen, die sich damit außerdem noch abwechslungsreicher, schmackhafter und gesünder ernähren würden.

Energie


Anstatt die Erforschung und Entwicklung wirklich alternativer umweltfreundlicher Energiequellen zu fördern, nimmt man die Verknappung des Erdöls zum Vorwand, um für den Anbau von Biosprit wertvolle Agrarflächen zu verschwenden und zusätzlichen kostbaren Regenwald abzuholzen.

Luft


Apropos Regenwälder – die grüne Lunge der Erde! Was geschieht, wenn einem Organismus die Lungen zerstört werden? Richtig: Er erstickt. Durch die Abholzung der Regenwälder drohen wir uns selbst zu ersticken. Dazu kommen Abgase aus Industrie, Verkehr und Massentierhaltung.

Wir könnten noch viele Beispiele anbringen. Doch es geht hier nicht um Vollständigkeit, sondern es soll das Prinzip verdeutlicht werden.

Fassen wir wieder zusammen

  • Das Null-Summen-Dogma ist gegen die Natur. Die für uns sichtbare lebendige Natur ist immer positiv.
  • us dem Null-Summen-Dogma entsteht Ausbeutung – sowohl der Natur als auch der Mitmenschen.
  • Grundannahme der Knappheit führt zu einer widernatürlichen Volkswirtschaftslehre, deren Anhänger nicht davor zurückschrecken, nahezu alle Güter unseres Lebens künstlich zu verknappen.



Kapitel 1.5 – Einseitiger Wachstumswahn

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«

»Deutschland, es geht um Wachstum.«
 - Angela Merkel
Deutsche Bundeskanzlerin

Die lebendige Natur wächst ständig. Jede Zelle und jede Pflanze, jedes Tier und jeder Mensch, alle haben sie eines gemeinsam: Wachstum. Innerhalb von sieben Jahren wachsen alle unsere Körperzellen nach. Das ist die eine Hälfte der Wahrheit – hier die andere: Die lebendige Natur vergeht ständig. In dem Maße, wie die neuen Zellen nachwachsen, sterben die alten ab. Diesen Vorgang nennen wir den Kreislauf des Lebens, den Kreislauf von Werden und Vergehen. Ohne Vergänglichkeit wäre unsere Erde schon längst aus allen Nähten geplatzt. Der Kreislauf von Werden und Vergehen ist ein Garant dafür, dass einerseits von allem genug da ist, andererseits alles Überflüssige verschwindet. Ein sich selbst regulierendes System.

Was hat die Volkswirtschaftslehre davon gelernt? Leider gar nichts! Der einseitige Wachstumswahn führt zu immer mehr Ausbeutung, Umweltzerstörung, Verdrängungswettbewerb – und zu Krieg um die immer weniger verbleibenden natürlichen Ressourcen. Vielleicht war das einseitige Wachstum noch ganz sinnvoll, als nur wenige Menschen die Erde bevölkerten. Auf diese Weise konnten sie sich über den ganzen Erdball ausbreiten. Doch wir wissen, dass natürliche Systeme sich umstellen müssen, wenn sie an die Grenzen des Wachstums stoßen. Versuchen sie weiter zu wachsen, kollabieren sie.

Auch hier zeigt uns die Natur, wie es geht. Das Zauberwort heißt Symbiose. Die verschiedenen Mitglieder eines Ökosystems kooperieren zum Wohle aller und erhalten dadurch ihre gemeinsame Lebensgrundlage. So offensichtlich das ist, so wenig wird es von uns Menschen beherzigt. Noch immer preisen unsere Politiker das Wirtschaftswachstum als das höchste Gut. Ja sie preisen sogar den Wachstums-Wettbewerb unter den Völkern: Ein Land mit hohen Wachstumsraten genießt in der Welt ein hohes Ansehen und bei den Banken eine gute Bonität. Das Wort Bonität kommt vom lateinischen Wort »bonus«, das heißt »gut«.

Mit dem Begriff »Wirtschaftswachstum« ist natürlich nicht der Kreislauf von Werden und Vergehen gemeint. Denn nach dem Nullsummenprinzip würde die Vergänglichkeit vom Wachstum abgezogen. Ein Unternehmen das gleichzeitig wächst und schrumpft, das sich also stetig erneuert und dadurch gesund erhält, würde in der Bilanz nicht als wachsend wahrgenommen werden, sondern als stagnierend. Und Stagnation bedeutet Rückschritt in einem von Konkurrenz umkämpften Markt.

»Wachstum um des Wachstums willen ist die Ideologie der Krebszelle.«
– Edward Abbey
am. Naturforscher, Philosoph und Schriftsteller

Bestimmt kennen Sie die Exponentialfunktion. Vielleicht nicht dem Namen nach, aber Sie kennen ihre Auswirkung. Stellen Sie sich eine Scheibe Brot vor, die im Brotkasten liegt. Eine Schimmel-Spore hat sich dort niedergelassen. Nun beginnt der Pilz zu wachsen. Nehmen wir an, dass sich seine Größe nach einer Stunde verdoppelt. Nach zwei Stunden ist er vier-, dann acht-, sechzehn-, zweiunddreißig- und nach zehn Stunden tausendmal so groß geworden. Die Größe vertausendfacht sich nach zehn Verdoppelungen.

Bis jetzt ist vielleicht noch gar nichts zu sehen. Doch es geht weiter: zweitausend, viertausend, achttausend... und nach insgesamt zwanzig Verdoppelungen sind wir bei einer Million. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man den ersten Schimmel sehen kann. Von da an ist nichts mehr zu retten, und es dauert nicht mehr lange, bis das Brot komplett verschimmelt ist.


Drei Phasen kennzeichnen die Exponentialfunktion:


  1. Zunächst sieht man eine lange Zeit gar nichts.
  2. Dann beginnt man etwas zu sehen
  3. Dann geht es ganz schnell – bis an die Grenzen des Wachstums.


Ein weiteres Beispiel: in einen wunderschönen See lässt im Frühjahr ein Vogel etwas fallen. Darin befindet sich der Same einer aggressiven Seerosenart. Die Seerose hat die Eigenschaft, sich innerhalb einer Woche zu verdoppeln. Zunächst ist es eine, dann zwei, dann vier... und nach zehn Wochen tausend Seerosen. Noch sieht das alles sehr schön aus. Doch nach insgesamt fünf Monaten, inzwischen ist es August, sind es schon eine Million. Etwa 3 % des Sees sind mit Seerosen bedeckt. Noch sind noch 97 % der Wasserfläche frei. Doch jetzt geht es ganz schnell: 6 %, 12 %, 24 %, 48 %, 96 % – bum! Ende September ist der ganze See mit Seerosen bedeckt. Keine freie Wasserfläche ist mehr vorhanden. Dabei sah zwei Wochen vorher noch alles ganz prima aus: drei Viertel der Wasserfläche waren noch frei. Das volle Ausmaß der Katastrophe wurde erst in den letzten Tagen sichtbar. Ein kluger Beobachter hätte das schon im April voraussehen können, zu einer Zeit, wo man noch gegensteuern konnte. Doch wahrscheinlich hätte man ihn als Miesmacher verschrien.  

Genau so geht es auch beim Wirtschaftswachstum. Die Funktion ist die Gleiche, es geht nur etwas langsamer. Bei fünf Prozent Wirtschaftswachstum haben wir die Verdoppelung nach fünfzehn Jahren. Nach dreißig Jahren vierfach, nach fünfundvierzig Jahren achtfach... und nach hundertfünfzig Jahren tausendfach.

Kapitel 1.6 – Geistiges und materielles Eigentum

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


Geistiges Eigentum  und Patente

Ursprünglich wurde das Patentrecht, ähnlich wie das Urheberrecht, mit der Absicht geschaffen, das geistige Eigentum der Erfinder zu schützen, damit diese nicht von geschäftstüchtigen Unternehmern über den Tisch gezogen und ausgebeutet werden können. Doch wie so viele Gesetze hat es sich in seiner Wirkung in das Gegenteil umgekehrt. Denn Recht bekommt in unserer Gesellschaft meistens derjenige, der den längeren finanziellen Atem hat und sich die besseren Anwälte leisten kann.

So ist es einigen Unternehmen gelungen, ein Patent auf Leben zu erwerben. Unter dem Vorwand, Resistenz gegen Schädlinge, Pestizide oder Herbizide zu erzeugen, verändern sie die Gene von Pflanzen und Tieren und lassen sich dies patentieren. In vielen Fällen kann von genmanipulierten Pflanzen kein neues Saatgut mehr gewonnen werden. Die Samen keimen nicht mehr (Terminator-Saatgut). Diese Eigenschaft ist von den Herstellern erwünscht, denn die Landwirte müssen immer wieder neues Saatgut beim Hersteller ankaufen. Falls es einem Bauern dennoch gelingt, neues Saatgut aus den Früchten zu gewinnen, verstößt dieser gegen das Patentrecht und wird zu hohen Geldstrafen verurteilt.

Das geht inzwischen so weit, dass Landwirte verurteilt werden, deren konventionell betriebener Acker von einem Gen-Acker aus der Nachbarschaft durch Pollenflug oder Bienen verunreinigt wird. Eigentlich müsste der Landwirt Schadenersatzansprüche geltend machen können, denn seine Frucht wurde gegen seinen Willen mit genmanipuliertem Saatgut verseucht.

Man kann sich gut vorstellen, was passiert, wenn der natürliche Prozess der Saatgut-Gewinnung bei immer mehr Pflanzen unterbrochen wird. Zum einen bringen einige wenige Unternehmen die Welternährung unter ihre Kontrolle, zum anderen könnte ein Fehler in der Saatgut-Herstellung dazu führen, dass auch das gekaufte Saatgut nicht mehr funktioniert. Ganz abgesehen von den gesundheitlichen Folgen, die die Verfütterung von Gen-Futter auf die Tiere hat und wahrscheinlich auch auf die Menschen, die deren Fleisch essen. Die gesamte Nahrungskette kann dadurch massiv geschädigt werden.

Aber auch auf anderen Gebieten können Patente die technologische Entwicklung enorm behindern. Es gibt tausende Fälle, wo Erfindungen, die die Menschheit weitergebracht hätten, patentiert worden und in der Schublade verschwunden sind, da sie den wirtschaftlichen Interessen einiger Unternehmen zuwider liefen.

Warum fahren wohl unsere Autos seit über hundert Jahren noch immer mit Benzin bzw. Öl? Warum werden keine umweltverträglichen Energieformen offiziell erforscht? Warum werden Forscher lächerlich gemacht, die nach anderen Energieformen forschen?



Materielles Eigentum


»Die Erde gehört nicht den Menschen - der Mensch gehört zur Erde.
Alles ist miteinander verbunden wie das Blut das eine Familie vereint.«

– Indianische Weisheit

Kann es so etwas wie Eigentum überhaupt geben? Wurde nicht jedes Eigentum irgendwann von der Allgemeinheit geraubt? Im Wilden Westen galt es als Recht, dass man Land für sich in Anspruch nehmen konnte, wenn man seine Grenzen mit vier Pflöcken markierte. War man in der Lage, sein Gebiet notfalls zu verteidigen, und erhob innerhalb einer gewissen Frist niemand Widerspruch, so gehörte einem das Land. Indianer hatten selbstverständlich kein Widerspruchsrecht. So oder so ähnlich dürfte überall auf der Welt der Privatbesitz entstanden sein.

Das Wort »Privat« kommt vom lateinischen »privare«, und das heißt »rauben«. Privateigentum ist also geraubtes Eigentum. Selbst wenn wir heute ein Stück Land käuflich erwerben, ist es früher einmal geraubt worden. Vielleicht hatte es der Vorbesitzer von dessen Vorbesitzer rechtmäßig erworben oder geerbt; und dieser hatte es wieder von einem Vorbesitzer. Doch am Anfang der Kette gab es einmal jemanden, der es der Allgemeinheit nach Wildwestmanier weggenommen hatte.

Heutzutage gibt es Initiativen, die Land kaufen, um es vor Zerstörung zu retten. Obwohl es sich rein rechtlich um einen Kauf handelt, ist dies dem Wesen nach eine Hüterschaft. Die Käufer verstehen sich als Bewahrer der Schöpfung. In Zukunft sollten alle Besitzverhältnisse in Formen der Hüterschaft verwandelt werden.

So gesehen kann es weder geistiges noch physisches Eigentum geben. Alle Einfälle, Ideen und Erfindungen stammen aus einem gemeinsamen Gedankenfeld, dem »morphogenetischen Feld«, wie Rupert Sheldrake es nennt. Daher kommt es auch, dass oft zur selben Zeit verschiedenen Menschen an verschiedenen Orten die gleiche Erfindung oder Entdeckung machen. Sie kennen das Sprichwort: »diese Erfindung lag einfach in der Luft«. Wem soll  nun die Erfindung gehören? Demjenigen, dem sie ein paar Stunden oder Tage vorher »eingefallen« ist? Oder demjenigen, der geschäftstüchtig genug war, sie schnellstmöglich anzumelden? Oder demjenigen, der die besseren Patentanwälte bezahlen und längere Prozesse führen kann?

Dazu kommt, dass es sich oft nicht um eine eigenständige Erfindung handelt. Jede wesentliche Erfindung ist auf dem Boden umfangreichen Wissens gewachsen, das bereits vorher da war. Der Erfinder hatte vielleicht Physik studiert und kann auf das Wissen ganzer Forscher-Generationen zurückgreifen. Vielleicht ist er ein genialer Querdenker und fügt interdisziplinäre Erkenntnisse auf neue unkonventionelle Weise zusammen, so dass etwas ganz neues entsteht. Gebührt ihm allein die Ehre, oder waren nicht alle anderen auch daran beteiligt? Wie steht es mit den Lebensgefährtinnen? Albert Einsteins erste Frau war auch Physikerin und hat viel zu seinen Forschungen beigetragen.

Noch kritischer wird es, wenn einem Menschen wichtige Erkenntnisse »eingefallen« sind, und er sie dann an Dritte verkauft, die sie in der Schublade verschwinden lassen – zum Schaden der ganzen Menschheit und oftmals zum Schaden der Natur. Alle wichtigen Erfindungen gehören deshalb der Menschheit als Ganzes und nicht einzelnen Individuen.

Und jetzt Start frei!

Die Reise beginnt...

Stellen Sie sich bitte einmal vor, irgendwo am Rande des Universums gäbe es einen Planeten, dessen Bewohner in Wohlstand und Frieden leben, in Harmonie mit der Natur. Das war nicht immer so. Auch sie hatten eine bewegte Vergangenheit mit Katastrophen, Armut und Kriegen hinter sich.

Doch dann fanden sie die Lösung. Sie ist so einfach, dass sie jedes Kind verstehen kann, denn sie ist von der Natur abgeschaut. Inzwischen sind die Menschen dort glücklich. Sie haben Mitgefühl für einander, für die Natur und für die Bewohner anderer Planeten, die noch nicht so weit sind wie sie.

Deshalb durchforschen sie die Galaxien und finden unser Sonnensystem mit unserer wunderschönen Erde. Die Menschen auf der Erde sind eigentlich ganz in Ordnung. Eigentlich! Hätten sie nur nicht diesen seltsamen Drang, alles anders machen zu wollen, als die Natur.

Man entschließt sich, einen Gesandten auf die Erde zu schicken, einen sehr guten Freund, der helfen möchte...